3TEETH – Shutdown.exe

Die choralen Gesänge zu Beginn des Albums sollten niemanden in Sicherheit wiegen. 3TEETH lassen es auf ihrem zweiten Album ordentlich krachen. Der Nachfolger des selbstbetitelten Debüt von 2015 dreht die Krachschraube noch einmal um zwei bis drei Umdrehungen fester. Dabei entfernen sie sich etwas vom Industrialsound der Neunziger und gehen in Richtung Metal. Man könnte sagen, das die e

lektronischen Bausteine immer noch der Kern der Musik sind, sich die drei Zähne ihre Schöpfungen aber mit ein paar schönen Metallkronen haben überziehen lassen. ‚Degrade‘ und ‚Atrophy‘ fahren richtig durch Mark und Bein, und auch ‚Oblivion Coil‘ weiß mit seinem Refrain zu überzeugen. Aller Härte zum Trotz weiß das amerikanische Quartett auch das Tempo rauszunehmen, und somit den Ohren etwas Abwechslung zu bieten (‚Pit Of Fire‘, Insubstania’). Thematisch steht man, wie so oft, im Industrialsektor, in Kritik mit Medien, Staatsmacht, Gewalt und Gegengewalt und beschäftigt sich mit der Frage nach einer Neuausrichtung der individuellen Sichtweise. 3TEETH empfehlen dazu, sich selbst einmal herunterzufahren und neu aufzusetzen. Ich empfehle vor dem persönlichen Shutdown zunächst einmal das Durchhören von ‚Shutdown.exe‘, denn die Band hat mit diesem Album erneut bewiesen, das sie zu den innovativsten und interessanten Vertretern ihres Genres gehören. (4/5 • 77%)

3TEETH
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